Wie Telepolis heute meldete, schlägt der CDU-Abgeordnete Thomas Strobl vor, die viel diskutierten Internetsperren auch für Killerspiele zu nutzen. Der offensichtliche Aufhänger für einen Artikel von mir dazu wäre natürlich, dass das Gesetz noch gar nicht da ist und dieser Herr schon jetzt darüber redet, das Versprechen der Frau von der Leyen, dass es nur um Kinderpornos geht, ad absurdum führt. Weniger offensichtlich ist jedoch ein ganz anderer Punkt.
Wenn man sich den Herren Strobl in der Wikipedia mal genauer ansieht, stellt man zwei interessante Dinge fest: der gute Mann ist der Schwiegersohn unseres Innenminsiters Schäuble (was auch schon ein Brüller ist!) und (jetzt kommt's) er ist Mitglied in der Alten Leipziger Landsmannschaft Afrania. Klingt jetzt erstmal nicht so aufregend. Wie man aber auf deren Website lesen kann, handelt es sich dabei jedoch um eine so genannte schlagende Verbindung. Wenn man diesen Begriff nicht kennt, kann man den in der Wikipedia nachschlagen oder sich direkt auf der Seite dieser Verbindung erklären lassen.
Man kann also durchaus sagen, ein Mann, der im falschem Männlichkeitswahn mit einem zu großen Küchenmesser nach anderen Menschen schlägt, will uns das harmlose Ballern auf ein paar bunte Pixel verbieten, weil uns das zu Killern macht ...
Nachtrag: Dies soll kein Affront gegen Sportfechter, Budosportler oder Schaukampftruppen bei Ritterfesten sein! Es geht um die Bigotterie eines Politikers!
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